PRÜF-Demo und Demokratiefest 9. Mai 2026

Unter dem Motto „Demokratie feiern!“ lädt das Solidarische Magdeburg am 9.5.2026 von 14-18 Uhr zu Kundgebung und Fest auf dem Willy-Brandt-Platz ein. Beginn ist um 14 Uhr mit der monatlichen PRÜF-Demo in Form eines kleinen Umzugs durch die Magdeburger Innenstadt. Ab 15 Uhr ist ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm auf dem WillyBrandt-Platz geplant, gestaltet von Musiker*innen und Kulturschaffenden. Parallel dazu gibt es Infostände zivilgesellschaftlich engagierter Gruppen, Spiel- und Bastelangebote für Kinder sowie Kuchen und Kekse von den OMAS GEGEN RECHTS. „Wir wollen feiern, dass wir in einem demokratischen und weltoffenen Land leben und zeigen, wie schön es ist, gemeinsam und solidarisch aktiv zu sein!“ betont Christiane Lähnemann vom Solidarischen Magdeburg.

Das Demokratiefest schließt an das „Fest der Zukunft“ der AWO an. Hier wird am 8. und 9. Mai vor dem City-Carré ein „Haus der Zukunft“ aus 1000 Steinen aufgebaut, die in Schulen, Begegnungsstätten, Projekten und Initiativen gestaltet wurden. Im und um das ‚Haus‘ wird ein vielfältiges Programm mit Musik, Gesprächen, kreativen Angeboten und Raum für Austausch angeboten.

Magdeburg ist eine der inzwischen schon 13 Landeshauptstädte, in denen jeden zweiten Samstag im Monat sogenannte PRÜF-Demos stattfinden, mit folgender Forderung an die Landesregierungen: „Alle Parteien, die vom Verfassungsschutz als rechtsextremer Verdachtsfall oder gesichert rechtsextrem eingestuft werden, sollen durch das Bundesverfassungsgericht überprüft werden.“ In Berlin beginnt und endet die PRÜF-Demo am 9.5. an der Landesvertretung von Sachsen-Anhalt und es wird eine Live-Schalte nach Berlin geben.

Alle Magdeburgerinnen und Magdeburger sind herzlich eingeladen, sich dem Fest der Zukunft, der PRÜF-Demo und dem Demokratiefest anzuschließen.

Pressekonferenz: Zur „Unfreundlichen Begrüßung“ beim Landesparteitag der AfD am 11.4.2026

Das Bündnis Solidarisches Magdeburg lädt ein zur Pressekonferen
Zeit: 11.4.2026, 9.00 Uhr
Ort: Kleiner Stadtmarsch, Nähe Hyparschale, 39114 Magdeburg

Rahmen der Pressekonferenz ist die „Unfreundliche Begrüßung“ der Teilnehmenden am Landesparteitag der AfD am 11.4. in Magdeburg. Das Bündnis Solidarisches Magdeburg protestiert mit dieser Aktion dagegen, dass der vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextrem eingestufte Landesverband der AfD in der Hyparschale seinen Parteitag abhalten darf und dort ein Parteiprogramm verabschieden will, das die Aushöhlung unserer demokratischen Rechte und die Zerstörung der Vielfalt in unserem Land zum Ziel hat.

Exemplarisch dafür steht der Vorschlag des rechtsextremen Landesverbandes den Slogan des Landes Sachsen-Anhalt #moderndenken, der an die international anerkannte Bauhaus-Tradition anknüpft, umzubenennen in ‚deutsch denken‘. Wir sagen dagegen: „Modern denken statt völkisch lenken!“ und setzen ein Zeichen für ein buntes und vielfältiges Sachsen-Anhalt, in dem für alle Menschen Artikel 1 des Grundgesetzes gilt: „Die Würde des Menschen ist unantastbar“ – egal woher die Menschen kommen, welche Hautfarbe, Religion oder sexuelle Orientierung sie haben und was ihre persönlichen Lebensentwürfe sind“, so Elena vom Solidarischen Magdeburg.

Als sichtbares Zeichen der Vielfalt werden wir ein Modell der Hyparschale bunt gestalten und laden alle demokratisch gesinnten Menschen ein mit Regenbogenflaggen, bunter Kleidung, fantasievollen Bannern, Transparenten und Schildern zu kommen um zu zeigen, wie schön es ist, gemeinsam und solidarisch aktiv zu sein!“ ergänzt Christiane von den OMAS GEGEN RECHTS.

Im Anschluss an die „Unfreundliche Begrüßung“ gibt es um 13 Uhr eine Demonstration zum Alten Markt in der Innenstadt von Magdeburg. Dort wird um 14 Uhr die zweite PRÜF-Kundgebung für Sachsen-Anhalt stattfinden. PRÜF-Demonstrationen mit Kulturprogramm finden zu diesem Zeitpunkt parallel in 11 Landeshauptstädten statt. Ihre einzige Forderung richtet sich an die Landesregierungen: „Alle Parteien, die vom Verfassungsschutz als rechtsextremer Verdachtsfall oder gesichert rechtsextrem eingestuft werden, sollen durch das Bundesverfassungsgericht überprüft werden.“

17.01.2026 – Aktionstag: Magdeburg bleibt weltoffen!

Wir stehen zusammen gegen Ausgrenzung, Hass und rechtsextreme Hetze. Am 16. Januar 1945 wurde Magdeburg infolge des nationalsozialistischen Terrorregimes zu rund 90 % zerstört. Diese Geschichte verpflichtet uns – gerade heute, angesichts zunehmender rechtsextremer Instrumentalisierung und Geschichtsverfälschung. ️ 🕯️ Wir gedenken der Opfer von damals und setzen heute ein deutliches Zeichen: für Demokratie, Vielfalt und Solidarität. Warum jetzt? 🗳️️ Am 6. September 2026 wird in Sachsen-Anhalt ein neuer Landtag gewählt. Die AfD strebt den Posten des Ministerpräsidenten an – ein reales Risiko. Wir wollen keine Regierung, die Geschichte relativiert, Verantwortung verdreht und Ausgrenzung normalisiert. Unser Zeichen Mit friedlichen Aktionen, Mahnwachen, kreativen Kundgebungen und Kunst zeigen wir: 🤝Magdeburg steht für Zusammenhalt. 🌈Sachsen-Anhalt steht für Vielfalt und eine demokratische Zukunft. Mach mit! Bring Banner, Schilder und deine Stimme mit.📣 Zeig Haltung – auch wenn es arschkalt ist. ❄️ Demokratie kennt kein Thermometer.

📍17. Januar 2026 · Magdeburg

Ort Akteure Uhrzeit Inhalt
1) Willy-Brandt-Platz Solidarisches Magdeburg 11-21 Uhr Kundgebung: Kein Platz für Ausgrenzung – Magdeburg bleibt weltoffen
2) Kölner Platz JUSOS 10-18 Uhr Mahnwache/Kundgebung
3) Adenauer Platz Die Linke 10-18 Uhr Mahnwache/Kundgebung
4) Bahnhof Buckau GWA Buckau 12-18 Uhr Bunter Bahnhof Buckau
5) Bahnhof Sudenburg GWA Sudenburg 11-17 Uhr Fest für Demokratie
6) Ambrosiusplatz GWA Sudenburg 11-17 Uhr Fest für Demokratie
7) Hasselbachplatz Seebrücke 11-18 Uhr Mahnwache mit Versorgungsstand
8) Bahnhof Neustadt Verdi Jugend 11-20 Uhr Kundgebung
9) Bahnhof Herrenkrug Vitopia 13:30 bis 16:30 Uhr Mahnwache
10) Domplatz Domgemeinde Magdeburg 10-18 Uhr Mahnwache vor dem Dom
11) Allee-Center-Kreuzung CSD e.V. 17-19 Uhr Wähl Liebe
12) Nicolaiplatz Evangelische St. Nicolai-Gemeinde 15-18 Uhr Mahnwache
13) An der Hauptwache GRÜNE Magdeburg 14-18 Uhr Kundgebung: Grüne für ein Weltoffenes Magdeburg
14) Alter Markt Weltoffenes Magdeburg 11-19 Uhr Banner-Ausstellung an Bauzäunen
15) Johanniskirche Politischer Runder Tisch der Frauen/OMAS GEGEN RECHTS 12-18.00 Uhr Mahnwache am Denkmal der Trümmerfrauen
16) Stadtfeld, Pauluskirche Ev. Kirchspiel Magdeburg West 15 Uhr Friedensweg von der Paulusgemeinde zur Matthäusgemeinde
17) Innenstadt, St. Petri Kirche Ökumenezentrum 14,30 Uhr (bis ca. 17 Uhr) Interreligiöser Weg von den Ökumenischen Höfen zu St. Sebastian über Johanniskirche, Alter Markt, Neue Synagoge, Synagogen-Denkmal, Dom
18) Synagogen-Denkmal/Neue Synagoge Dt.-Israel. Ges. 14-16 Uhr 2 Mahnwachen „Gegen Antisemitismus – für Weltoffenheit und Toleranz“
19) Westfriedhof VDC 11-18 Uhr Mahnwache
20) Bhf. Eichenweiler/Pettenkofer Brücke BI Offene Heide 12-16 Uhr Mahnwache
21) Otto-v.-G. Straße 6/Gewerkschaftshaus DGB 14-18 Uhr Mahnwache der Gewerkschaften für Vielfalt, Solidarität und Demokratie
22) Buckau, HOT Alte Bude AWO (Landes-jugendwerk & KV) ab 19 Uhr Block Party
23) Mahnmal am Poltelager/Liebknechtstr. Sekundarschule LebenLernen 12-16 Uhr Mahnwache
24) Friedensplatz/Breiter Weg VoltSachsen-Anhalt 14-17 Uhr Mahnwache – Lila statt Braun!
Teile den Aufruf. Bring Freund*innen, Familie und Kolleginnen mit. Gemeinsam für eine gerechte, solidarische Gesellschaft – ohne Hass und Ausgrenzung.

💛Wir freuen uns auf dich! Euer solidarisches Magdeburg

Omas gegen Rechts: Enkelbrief

Am 9. Juni ist dieses Jahr Europawahl. Wahlberechtigt sind alle ab 16 Jahren.


Liebe Enkelinnen und Enkel,

vielleicht fragt Ihr Euch, was plötzlich die „Omas“ auf der Straße machen, und vielleicht auch, was das heißen soll: „gegen Rechts“?

Wir schreiben an Euch, weil diese Europawahl keine Wahl wie jede andere ist und weil wir uns Sorgen machen über die Frage, wie Eure Zukunft aussehen könnte, wenn wir nicht
gemeinsam wachsam sind. Auch in unserem Land erstarken Kräfte,

  • die ein gemeinsames Europa nicht wollen; die in einem Zurück zu mehr
    Nationalstaatlichkeit die vermeintliche Lösung vieler Probleme sehen;
    die am liebsten eine „Festung Deutschland“ errichten wollen.
  • Sie säen Fremdenfeindlichkeit und Hass und machen Eure zugewanderten Freunde und Bekannten im Verein, in der Nachbarschaft, in der Ausbildung oder im Beruf für alles „Schlechte“ verantwortlich. Was soll das heißen: „Deutschland den Deutschen“? (Man muss sich das nur einmal bildlich vorstellen!?)
  • Sie bieten Euch einfache Lösungen für komplexe Probleme an, indem sie
    beispielsweise den menschengemachten Klimawandel schlichtweg leugnen…

Wir, die Jahrgänge, die nach dem Krieg aufgewachsen sind, hatten die Hoffnung, dass die Deutschen die Lehren gezogen hätten aus der Barbarei des Hitlerfaschismus, aus der immensen Schuld, die sie auf sich geladen haben und auch aus dem persönlichen Leid, das ihnen selbst widerfahren ist. In diesem Geiste ist unser Grundgesetz entstanden; beginnend mit dem obersten Verfassungsgrundsatz – Artikel 1 GG:

Die Würde des Menschen ist unantastbar

Nicht die Würde der Deutschen oder der Weißen oder der Reichen ist gemeint, sondern die Würde aller, die hier leben. Wenn wir eins gelernt haben, dann dies: die Unantastbarkeit der menschlichen Würde,
demokratische Rechte, wie Religions- und Meinungsfreiheit oder die Gleichberechtigung der Geschlechter sind nicht selbstverständlich. Sie müssen mehr denn je gegen Feinde der Demokratie, gegen Populisten, Nationalisten, Rassisten und Rechtsextremisten verteidigt werden. Das heißt für uns
gegen Rechts“. Und dafür gehen wir auf die Straße – am liebsten mit Euch gemeinsam.

Seid kritisch und fragend. Lasst Euch nicht verführen. Zeigt Haltung. Nur wer prüft und nach der Herkunft der Informationen fragt, kann sicher sein vor Propaganda und Lügen. Sucht Euch Gleichgesinnte.
Wenn Ihr zur Europawahl geht, entscheidet Ihr mit darüber, wie stark die Rechtsradikalen in Europa werden, wie Europa mit den globalen Herausforderungen wie dem Klimawandel, mit Krieg und Frieden oder den weltweiten Fluchtbewegungen umgehen wird. Wofür Geld ausgegeben wird und wie wir mit unseren Nachbarn zusammenleben.

Sagt „Nein“ zu Nationalismus,
Fremdenfeindlichkeit und Hetze.
Das demokratische Europa braucht Eure Stimme.
Es braucht Euch!

Omas gegen Rechts: Was tun die Abgeordneten der AfD für unsere Stadt?

Die lokale Gruppe der Initiative „Omas gegen rechts“ in Magdeburg hat Auszüge aus dem Abstimmungsverhalten der AfD im Magdeburger Stadtrat zusammengestellt. Darin verdeutlicht sich, wofür die in Sachsen-Anhalt als gesichert rechtsextrem eingestufte AfD auch auf kommunaler Ebene steht: Für eine ausgrenzende und nicht zukunftsorientierte Sozial-, Bildungs-, Gesundheits- und Umweltpolitik in Magdeburg.

So lehnt die AfD nicht nur eine Verbesserung des Hochwasserschutzes, der Schulsozialarbeit und die Bezuschussung der Magdeburger Verkehrsbetriebe ab, sondern verweigert sich ganz, wenn es um strukturelle Konzepte für unsere Stadt geht. So bei der Radverkehrskonzeption, dem Kinderschutz oder einem Hitzeaktionsplan.

Deshalb: KREUZ MACHEN OHNE HAKEN! Gehen Sie wählen und wählen demokratisch!

Die gesamte Übersicht finden Sie hier zum Download und ab dem 27.05.2024 auch jeden Tag bis zur Kommunal- und Europawahl am 9. Juni als Socialmediakampagne auf unseren Kanälen bei Instagram, Facebook und X (ehemals Twitter).