Am 17.1.2026 lud das Solidarische Magdeburg zu einem vielfältigen Aktionstag ein unter dem
Motto „Kein Platz für Ausgrenzung – Magdeburg bleibt weltoffen!“
Bei den 27 Aktionen an den verschiedensten Orten der Stadt nahmen gut 1000 Menschen teil. Es
begann mit einer Auftaktkundgebung des Solidarischen Magdeburg auf dem Willy-Brandt-Platz mit
Redebeiträgen zivilgesellschaftlicher Gruppen, kulturellen Beiträgen der Hengstmann Brüder und
von Künstler:innen des Puppentheaters. Zum Tanzen lud die Trommelmusik der Gruppe „Rhythms
of Resistance“ ein, deren TeilnehmerInnen aus Braunschweig, Halle, Leipzig, Dresden, Erlangen
und Nürnberg angereist waren.
Auf dem Alten Markt hatte das Weltoffene Magdeburg eine Bannergalerie mit Botschaften für eine
vielfältige, demokratische und tolerante Gesellschaft aufgebaut.
Des weiteren gab es Stadtteilfeste der Gemeinwesen-Arbeitsgruppen in Buckau und Sudenburg,
eine Kundgebung der Verdi-Jugend vor dem Neustädter Bahnhof und der Seebrücke auf dem
Hasselbachplatz, Mahnwachen vor dem Dom, vor der Johanniskirche, am Synagogen-Denkmal und
auf dem Nicolaiplatz. Die Kirchengemeinden in Stadtfeld luden zu einem Friedensweg von der
Paulus- zur Matthäusgemeinde ein. In der Innenstadt gab es einen Interreligiöser Weg der
verschiedenen Religionsgemeinschaften von der St. Petri-Kirche über verschiedene Stationen,
vorbei an der Neuen Synagoge und dem Synagogenmahnmal zum Dom und zu St. Sebastian.
Der CSD lud zu einem Podium mit dem Thema „Wähl Liebe“ ein und zum Abschluss des Tages
fand die traditionelle „Block Party“ im HOT statt.
Der Aktionstag war ein starkes Zeichen der Magdeburger Zivilgesellschaft für Vielfalt,
Weltoffenheit und Toleranz.




Am 16. Januar 1945 wurde Magdeburg infolge des nationalsozialistischen Terrorregimes zu rund 90 % zerstört.
Diese Geschichte verpflichtet uns – gerade heute, angesichts zunehmender rechtsextremer Instrumentalisierung und Geschichtsverfälschung.
️
Wir sind alle noch sehr betroffen von dem schrecklichen Anschlag am 20.12. und wollen in unserer Trauer zusammenstehen und uns gegenseitig unterstützen. Gleichzeitig wollen wir zum Ausdruck bringen, dass wir eine solidarische Gesellschaft sind, zu der Menschen aller Nationalitäten gehören, die in unserer Stadt leben.